Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
20
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Eindruck auf seine Phantasie machte, oder seine Leiden-schaften reizte. Erhalte die berühmteren Städte Europa'«durchreist, mit der ausdrücklichen Absicht und dem ernst-lichen Vorsatz, die göttlichen Meisterwerke seiner Kunstzu studiren. Aber überall hatte das Vergnügen ihn nurzu oft dem Ehrgeiz ungetreu gemacht; und die lebendigeSchönheit machte der sühllosen Leinwand seine Huldi-gung abwendig. Muthig, abcntenerlnstig, eitel, rastlos,vorwitzig, war er immer in kecke Anschläge und angenehmeGefahren verwickelt ein Geschöpf des augenblicklichenTriebes und Einfalls, und der Sklave der Einbildungs-kraft.

Es war damals die Periode, wo ein fieberhafterGeist der Veränderung sich den Weg bahnte zu jenem häß-lichen, spöttischen Zerrbild menschlicher Bestrebungen: derfranzösischen Revolution, lind ans dem Chaos, in wel-ches schon die Hciligthümer des ehrwürdigen Glaubensder"Welt mißtönend znsammcnstürzten, stiegen viele ge-staltlose und unförmliche Chimären empor. Brauche ichden Leser daran zu erinnern, daß, während das die Zeitwar des vcrfeinertsten SkepticiSmns und eingebildeterWeisheit, cS auch die Zeit war der ansbündigsten Leicht-gläubigkeit und des mystischsten Aberglaubens die Zeitwo Magnetismus und Magie Convertiten machten unterden Schülern Diderots wo Prophezcihungen in demMunde Aller umliefenwo der Salon eines philosophi-schen Deisten in ein Heraklea umgewandelt wurde, wo dieNrkromantie sich rühmte, die Schatten der Todten her-