„Still!" versetzte Cetera, „dasselbe ist auch von demCharlatan Caglioflro behauptet wurde» — reine Fabeln.Ich will daran glauben, wenn ich diesen Diamanten zueinem Wisch Heu werden sehe. Uebrigcns (setzte er ernsthinzu,) betrachte ich diesen erlauchten Signur als meinenFreund; und ein Wort gegen seine Ehre oder seinen Rufgeflüstert, wird in Zukunft so viel sehn wie eine Belei-digung gegen mich selbst."
Cetora war ein gefürchteter Fechter und hatte seineStärke in einem ganz eigenthümlichcn, gefährlichen Ma-noeuvre, womit er selbst die Mannigfaltigkeit der stoccatabereichert hatte. Der ernsthafte Herr, wie angefochtcnimmer um das geistliche Heil dcö Grafen, hatte doch auchgleiche Sorge für sein eignes leibliches Wohl. Er be-gnügte sich mit einem Blicke des Mitleids, und durch denVorbau sich wendend, stieg er die Treppen zn den Spiel-tischen hinauf.
„Ha, ha!" sagte Cetora, „unser guter Loredano istneidisch auf meinen Diamanten. Ihr Herrn, Ihr speistheute Nacht mit mir; ich versichere Euch, ich sah nie eineangenehmere, geselligere, und unterhaltendere Person, alsmeinen theuern Freund, den Signor Zanoni."