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Und da steht sie, und alle Seelen beugen steh vor ihr— schöner als die Sirene selbst, die er aus de» Tiefender Melodie heroorgernfe» ! O! späte und süße Beloh-nung des mühevollen Ringens! Wo ist ans Erden eineWonne gleich der, welche der Genius empfindet, wenner endlich aus seiner verborgnen Höhle an das Licht desRuhmes heevortrilt!
Er sprach nicht — er rührte steh nicht — er standwie angenagelt, —die Thränen rollten ihm
über die Wangen — nur von Zeit zu Zeit bewegten sichseine Hände in der Luft — mechanisch suchten ste nachdem treuen Instrument — warum war es nicht da, seinenTriumph zu theilen?
Endlich fiel der Vorhang; aber unter welch einemSturm und Gedrühne des Beifalls! Ans stand das Publi-kum wie ein Mann — wie mit Einer Stimme wurde dertheure Namen jauchzend gerufen. Sie trat vor — zit-ternd, blaß — und von der ganzen Versammlung sah stenur ihres Vaters Antlitz. Die Anwesenden folgten denBlicken dieser feuchten Angen — ste erkannten mit einemsüßen Schauer daS Gefühl und den Sin» der Tochter.Der gute alte Cardinal zog ihn sanft hervor. WilderMusiker! Deine Tochter hat Dir Mehr zurückgegeben,als das Leben, das Du ihr gabst!
„Meine arme Violine!" sagte er, sich die Augenwischend — „jetzt werden ste Dich nicht mehr auSzischen!"