bildete, ihrem Leben sey ein LooS—des Glückes oderdes Wehes — bestimmt und zugetheilt, das der Roman-tik und Träumerei, worin sie als in ihrer Atmosphäreathmetc, entsprechen wurde. Häufig klomm sie durch dasDickicht, das die benachbarte Grotte Pofilipo — das ge-waltige Werk der alten Cimmerier — überkleidete, unvhing, an dem vielbesuchten Grabe Virgils fitzend, jenenGesichten nach, deren feine Nebelhaftigkeit keine Pocficgreifbar machen und gestalten kann; — denn der Dichter,der Alle, die je gesungen, übertrifft, ist das Herz derträumenden Jugend. Häufig auch saß sie neben derSchwelle, welche das Nebenlaub umrankie, i»i Anaefichtder dunkelblauen, willenlosen Sec, am Herbstuiittag oderin der Dämmerung des Sommers und baute ihre Luft-schlösser. Wer thiit nicht dasselbe— nicht blos in der Ju-gend, sondern selbst mit den getrübten Hoffnungen desAlters? Des Menschen Vorrecht ist es zu träumen; dasgemeinsame Fürstenrecht des Bauers und des Königs.Aber jene wachen Tagesträume Viola's waren regelmä-ßiger, deutlicher und ernster, als welchen die Meiste» vonuns nachhängen. Sie schienen, wie die Schauungender Griechen, Prophezeiungen, während es nur Phan-tasmen waren.
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