Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
86
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Herzen brachte ihre Gestalt eine Ahnung der NachtHinz»!

Als die Ceremonie vorüber war als die Brautihrer Mutter an die Brust sank und weinte; alsdann, wiesie sich von ihr losriß, ihre Augen denen des Bräutigamsbegegneten, und alle Thronen in einem Lächeln verschwan-den; als in diesem Einen raschen Tausch der Blicke Allessich aussprach, was heilige Liebe der Liebe sagen kann,und mit schüchterner Zutraulichkeit sie ihre Hand in dieHand dessen legte, dem sie so eben sich fürs Leben zuge-lobt hatte, da ging ein Schauer durch die Herzen derAnwesenden. Vaudemont seufzte tief. Er hörte ein Echoseines Seufzers, aber von Einer, in deren Stimme keinHauch von Kummer lag; er wandte sich um; Fannyhatte ihren Schleier aufgeschlagen; ihr Auge begegnetedem seinigen, feucht, aber glänzend, sanft, und ihre Wan-gen waren rosenroth. Vaudemont bebte vor diesem Blickzurück und verließ die Kirche. Die betheiligten Personenbegaben sich in die Sakristei, um ihre Namen in dasKirchenbuch einzutrage»; die Versammlung zerstreute sich,und Vaudemont und Fanny standen allein auf dem Be-gräbnißplatze.

Sich, Fanny," sagte Vaudemont, und deutete aufein Grabmal, etwas entfernt von dem seiner Mutter (dennihre Asche war zu heilig für eine solche Nachbarschaft);Schau dorthin; es ist ein neues Grabmal, Fanny, laßuns zu ihm hintreten. Kannst Du lese», was darauf ge-schrieben steht?"