Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
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man Tag und Nacht nicht geschieden werden kann, außerdurch den Tod dessen Lächeln ümner den heimischenHerd erheitert der keine Thränen hat, so lange daSGeliebte gesund und glücklich, seine Liebe unverändert ist.Fanny, so ist die Ehe, wenn die sich Heirathenden ein Herzund eine Seele haben, um zu fühlen,^ daß kein Bandauf Erden so zart und so erhaben ist. Es gibt auch einGemälde entgegengesetzter Art ich will das nicht ent-werfen. Und ohnehin, Fanny, kannst >Du mich nichtverstehen!"

Er wandte sich ab, und Fannys Thränen fielen wieein Regen auf das Gras; er sah sie nicht! Er tratauf den Kirchhof; denn die Glocke hatte jetzt zu läutenaufgehört. Die Ceremonie sollte beginnen. Er folgte demBrautzug in die Kirche, und Fanny, ihren Schleier her-ablassend, schlich ihm mit bebender Scheue nach.

Sie standen in einer kleinen Entfernung unbeobach-tet, und hörten dem Gottesdienst zu.

Die Brautleute waren aus der Mittelklasse, jung,Beide hübsch; und ihr Benehmen war so, wie es sich fürdas Ehrwürdige und Heilige der Handlung schickte. Vau-demont stand da, ausmerksam und gespannt znschauend, dieArme auf der Brust gefaltet. Fanny lehnte sich, hinterihm, von Allein abseits, auf einen der Kirchenstühle. Undnoch hielt sie in ihrer Hand, während der Priester dieEhe weihte und segnete, die für das Grab bestimmtenBlumen! Selbst zu diesem Morgenstill, ruhig,ernst, mit einem so geheimnißvollen und unenträthselten