Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
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Mädchen auch nur gesagt hatten:Es sind deine Vettern,die Kinder des Mannes, in dessen Gold wir schwelgen!"

Philipp biß sich in die Lippe, und der Zauber vonCamillas Gegenwart schien verschwunden. Er murmelteeine unverständliche Antwort, wandte sich weg nach demSpieltisch, und Liancourt nahm den leergewordenen Stuhlein.

llnd wie gefällt der Miß Beaufort mein FreundVaudemont? Ich versichre Euch, ich habe ihn selten soempfänglich gesehen fürdenZauber weiblicher Schönheit."

Oh!" sagte Camilla mit ihrem silbernen Lachen,Eure Nation verwöhnt uns gegenüber unfern Landsleu-ten. Ihr vergeßt, wie wenig wir an Schmeichelei gewöhntsind."

Schmeichelei! welche Wahrheit vermöchte zu schmei-cheln im Mund eines Verbannten? Aber Ihr antwortetmir nicht auf meine Frage was haltet Ihr von Vau-demont? Wenig Männer werden mehr bewundert! Er istschön!"

Ist er?" sagte Camilla, und warf einen Blick aufVaudemont, der in geringer Entfernung nachdenklich undzerstreut da stand. Jedes Mädchen entwirft sich unbewußt,wie tm Traume, ein Bild von dem, was ihr als höchsteSchönheit gilt. Und Vaudemont besaß nicht die zarte,tadellose Schönheit Sidneys. In seinen markirten Zügenund seiner stattlichen Gestalt war Nichts, was ihrem Idealentsprach. Aber sie gestand sich selbst mit Widerstreben,daß sie unter den geputzten, eleganten Herren des alltäg-