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um Auskunft darüber bitte, was aus einem — einem —das heißt aus Sidney Morton geworden ist?"
„Sidney Morton? Ich erinnere mich nicht einmaldes Namens. Ach, ja! ich habe ihn schon gehört!" fuhrCamilla unschuldig fort, und mit einer Offenheit, welchezeigte, wie wenig sie von den Geheimnissen der Familiewußte; „es war Einer von den zwei armen Knaben, anwelchen mein Bruder innigen Antheil nahm — Verwandtemeines Oheims. Ja — ja! Jetzt erinnere ich mich! Ichkannte Sidney nie, aber seinen Bruder sah ich einmal."
„Wirklich! Und Ihr erinnert Euch —"
„Ja! ich war damals noch sehr jung. Ich entsinnemich kaum, was vorging; es war Alles so verworren undseltsam, aber ich weiß daß ich den Papa sehr zornigmachte, und man mir verbot, je wieder den Namen Mor-ton zu nennen. Ich glaube, sie benahmen sich sehr übelgegen den Papa."
„Und Ihr erführet nie, nie — dag Schicksal vonEinem derselben — von Sidney?"
„Nie!"
„Abcr Euer Vater muß davon wissen?"
„Ich glaube nicht; aber sagt mir doch," fuhr Ca-milla fort mit mädchenhafter unaffektirter Unschuld, „ichbin immer so begierig gewesen, es zu erfahren — Wasund Wer waren denn diese armen Knaben?"
Was und Wer waren sie! So arg also war die aufihrem Namen haftende Makel, daß die sittsame Mutterund der auf Anstand haltende Vater nie diesem jungen