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5 (1836)
Entstehung
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119
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eines höheren Interesses gemacht werden. Wir wis-sen nicht, ob Dies richtig ist; mißverstehen wir in-des; unser eigenes Gefühl nicht, so scheint uns nichtsso erhaben, oder so göttlich, als ein großer und ta-pferer Geist, der sich durch alle irdische Hemmnisseund Leiden hindurch seinem endlichen Ziel entgegenarbeitet; der im lichtlosestcn Dunkel wach bleibt, undstandhaft den Schreckbildern Trotz bietet, die sich umdasselbe her drängen; der mit den mächtigsten Lockun-gen ringt und die furchtbaren Stimmen der Armnth,der tödlichsten und sichersten aller Menschenversuche-rinnen, von sich weist; der im tiefsten Elend dieLiebe zur Menschheit und die noch wärmere, inni-gere Empfindung für persönliche Bande lebendig er-hält; der keine Pflicht opfert, jeder Sünde wider-steht, und unter Schrecken und Demüthignngen allerArt das stille, Helle Licht des Geistes tränkt, daswie die Lampe in jenem Mährchen, wenn es seinenGlanz noch so viele Jahre in Tiefe und Einsamkeitund Grabesstille verschwendet, unsterblich und unge-schwächt lebt und brennt, sei auch Alles umher Standund Verwesung.

Und doch gestehen wir, daß es eine schmerzlicheund bittere Aufgabe, von den Demüthignngen, denabmattenden, kleinlichen, in die L>eele stechendenErniedrigungen der Ärmuth Bericht zu geben; dieTropfen zu zählen, wie sie langsam, einer um denandern, auf das wnude, empörte Herz fallen; mitgewissenhaft sondernder, gleichgültiger Hand den klein-sten Abschnitt, die Brechung nnd'Theilung der Se-kunden auf dem Zifferblatt des Elendes bemerklichzu machen; den feiner» Sinn besserer Geburt, denStolz des Mannes, seine geistige Würde, seinenSchatz an Kenntnissen, die Zärtbeit und Aumnth desWeibes, Alles was die rauhe Masse der Gewöhnlich-keiten in unserem Leben adelt und mildert, in Atome

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