Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
111
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läuger geblieben sein nnd seine Hülfe geboten haben,denn endlich liegt eben so viel Mitleid als Gransam-keit in unserer Natur; vielleicht hielten sic ihn bloSfür einen betrunkenen Müßiggänger oder vielleichtLachten sie in der Hitze der Verfolgung gar nichts.

So stiebten sie denn vorüber, und ihre Stim-men erstorben, und ihre Schritte verhallten, undGlendower, fühllos nnd kalt wie das Eisen, an daser sich hielt, stand aufs Nene allein. Langsam kamer wieder zu sich; er öffnete die dämmernden, stierenAugen, und sah wie der Abendstern aus seinem Wol-kenhause brach und, wenn auch getrübt von der di-cken, nebligen Luft, sein schwaches, vereinzeltes Lä-cheln auf die befleckte Stadt ansstrahlte.

Ruhig blickte der Gelehrte auf die lautlose Nachtund ihren ersten Wächter unter den Heeren des Him-mels, und etwas wie Balsam sank in seine Seele;allerdings nicht jene unbestimmte, köstliche Stille, dieer in dichterischen Knabenjahren in grüner Einsam-keit aus dem sanften Zwielicht gesogen, sondern einetraurige, nüchterne Ruhe breitete sich mälig übersein Gemüth und rief es von seinen wirren, unge-ordneten Träumen und seinem Dunkel zur deutlichenWirklichkeit des bittern Lebens zurück.

Nach und nach trat ihm der Auftritt den er sounvollkommen mit angesehen, die Flucht desRäubers und die eifrige Verfolgung der Mengewieder hervor: «in dunkler, sündhafter Gedankedurchzuckte ihn.