qert — und mein Kind dazu. Tie klagen nicht -sie murren nicht — aber sle erheben die Augen zumir und fordern — Barmherziger Gott! Du erschufstden Menschen aus Güte; du blickst mit liebendem,väterlichem Aug auf diese Welt: rette, tröste, nähredie Meinen und zermahle mich, wenn Du willst."
In diesem Augenblick stürzte ein Mann plötzlichaus einem dunkeln Gäßchen und eilte in vollemLauf an dem Gelehrten vorüber; gleich darauf kamenein Ruf, ein Schuß, rasche Fußtritte, und im näch-sten Moment war die Einsamkeit der Straße vonwimmelndem Leben vvllgedrängt.
„Wo ist er?" wurde Glendower von hundertStimmen gefragt; „wo? welche Straße schlug derDieb ein?" Aber Jener vermochte nickt zu ant-worten. Seine Nerven waren erschlafft, sein schwin-delndes Gehirn schwamm und kreiste, und die Ge-sichter die ihn anblickten und die Stimmen, die insein Ohr schrien und gällten, waren für ihn wie dieGestalten und Töne einer gespenstischen, schemenhaf-ten Welt. Sein Kopf sank auf seine Brust; — erklammerte sich hülfesuchend an das Geländer; - dieMenge eilte vorüber — sie jagte einem Verbrechernach, — sie dürstete nach Blut, — den Kerker wolltesie füllen und dem Galgen Nahrung bringen: wasfür sie war die Tugend die sie hätte unterstützen, derHunger den sic hätte stillen können? Doch sie wußteja nichts von seinem Unglück, von dem Grad seinerSchwäche, sonst würde der Eine oder der Andere