Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
102
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seien von unserer Natur unzertrennlich, und schondas blose Wort Wunsch (Verlange» nach Etwasdas wir nicht besitzen) involvirc den Gedanken, daßunser gegenwärtigesWohlbefinden nicht vollkommen sei.Mein es gibt einen Weg zur Erlangung desjenigen Zu-standes, den man, wenn nicht ganz mangelloses, minde-stens Menschenglück nennen kann, und dieser Wegist eine aufrichtige und unnachlaffende Thätigkeit fürdas Glück anderer. In dieser einzigen Maxime trifftAlles zusammen, was in der Sittenlehre Edles, inder Religion Erhabenes, in der Wahrheit Unangreif-bares liegt. Bei diesem Streben haben wir freieBahn für Alles was trefflich in unfern Herzen ist,und keine für die kleinlichen Leidenschaften, die dasSrbtheil unserer Natur sind. Welche Jrrthümerwir auf dieser Bahn auch begehen mögen, so wirdunsere Reue wenigstens nur Edles nichts Schwäch-liches an sich tragen; was uns auch mißlingen mag,in unserem Schmerz darüber wird sich nur Tugend,nicht Selbstsucht aussprechen; gelingt uns dagegenetwas, so wird selbst unsre Eitelkeit heilig, undunser Triumph ewig sein. Wie die Astrologen eh-malsden wohlthätigen Aspekt der Sterne in Me-tall auffingen, um das Glück der Stunde, das sonstflüchtig und vorübereileud sein würde, festzuhaltenund zu binden,"" eben so wird jenes Gelingen un-serer Erinnerung einen Segen cindrücken, der nichtenteilen kann wird für immer auf unfern Namen,wie auf einem Siegel, den milden Einfluß der