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Müßiggang und mißmnthig^über die Vergangenheitmacht. Ich habe Alles was ich in meinen späterenJahren zu erlangen wünschte: Gesundheit, ruhigeZurückgezogenheit, Erfolg in meinen Studien unddie Liebe eines Wesens, in dessen Brust, wenn ichfort bin, mein Gedächtniß nicht gänzlich verschwin-den wird. Bei all diesen Vortheilen neben äußerli-chem Wohlstand und einer fortdauernden Springkraftdes Geistes, gesteh ich daß mein Glück nicht frei vonnagender, häufiger Reue ist: ich wäre gern ein bes-serer Bürger gewesen, mochte gern in dem Bewusst-sein sterben, daß ich nicht nur meine Seelenkräftcbestmöglich ausgebildet, sondern diese Bildung auchzum Nutzen meiner Mitgeschöpfe angewandt. Sowie die Sachen stehen, bei meinem blos auf michselbst beschränkt gebliebenen Leben, fühl' ich daß mei-ner Philosophie eigentlich das humane Princip ab-ging, und daß meine Gleichgültigkeit gegen den Ruhmaus einer Schwäche, nicht, wie ich mich chmals be-redet, ans einer Tugend entsprang. Uedrigens wardie Unergiebigkeit meiner Existenz die Folge dermühsamen Frivolitäten und kleinlichen Zwecke, an dieich meine Jugendjahre vergeudete, denn als meinGcmüth sofort seine chmaligen Genüsse verlor, hattees nicht mehr die Kraft, sich einen neuen Boden znschaffen, von welcher Arbeit es allein werthvoller«Früchte hätte hoffen können. Es ist kein Wider-spructz, wenn man sieht, daß Die, welche in ihrerJugend der Gesellschaft aufs Eifrigste nachstrebten, im