schweren aber heilenden Schwingen. Ich glaube nicht, jraß ich je wieder das muthwilligr Mädchen werde,daS ich gewesen, aber nur mein Kopf wird sich än-dern, nicht mein Herz; dieses war nie muthwillig ^und soll Dir stets eben so angehören, als je. Du ^irrst, wenn Du glaubst ich habe nicht jede Neigung jfür Linden vergessen oder mindestens von mir gcwie- jsen. Ich habe Dies vollbracht, wenn auch mit lan-ger, bitterer Anstrengung. Die Person, für welcheer sich schlug, zog, wie Du weißt, sobald sie vo»seiner Verwundung gehört, in sein Haus. Seitdemist sie stets bei ihm geblieben. Er hatte die Kühn-heit mir einmal zu schreiben; die Mutter brachte mirdas Billet, ohne ein Wort zu sagen. Sie las rich-tig in meinem Herzen. Uneröffnet schickte ich denBrief zurück. Seit seiner Genesung machte er sogar ^«inen Besuch bei uns. Mama war nicht für ihn zu jHaus. Ich höre er sehe blaß und entstellt aus. >Hoffentlich ist Dies nicht wahr — mindestens kann ^ich mich nicht enthalten für seine Wiederherstellungzu betcv. Ich komme nicht unter die Leute; die Sai-son ist vorüber und es gibt jeyt keine Gesellschaften,aber ich zittere bei dem Gedanke» ihn auch nur imPark oder in den Gärten zu begegnen. Papa sprichtdavon nächste Woche aufs Land zu gehen. Ich kannDir nicht sagen, mit welcher Begierde ich diesemZiel entgegen sehe. Dann kommst Du und besuchstmich — nicht wahr, geliebte Leonvre?
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