nicht, denn er ist meiner Thränen nicht mehr werth.So schrieb ich denn Dir.
O wie ich mich selbst verachte und Haffe, daß ichin meiner Eitelkeit und Thorheit meine Mutter soganz vergessen konnte, diese theure, liebevolle, aus-dauernde Freundin, die mich nie eine einzige Thränekostete, als wegen meiner eigenen Undankbarkeit.Denke, Leonore, welcher Schimpf für mich — fürmich, die, wieder so oft sagte, alle andere Weiberin seinen Augen werthlos machte. Haß ich ihn?Nein, ich kann nicht hassen. Veracht' ich ihn?Nein, ich will ihn nicht verachten, aber vergessen;mein Haß und meine Verachtung sollen nur michselbst treffen.
Gott segne Dich — ich kann nicht mehr. Schreibemir bald, oder komm, wenn Dirs möglich, lieberselbst zu Deiner liebenden aber unwürdigen Freundin.
F. A.
Heiliger Gott! Leonore, er ist verwundet. Erhat sich mit Lord Borodaile geschlagen. Eben höreichs; Babette hat mirs gesagt. Kann es, kann eswahr sein? Was — was Hab ich wider ihn gere-det? Hassen, Vergessen? nein, nein: jetzt erst liebich ihn!
Von Derselben an Dieselbe.
(Nach einem Zwischenraum von mehreren Wochen.)
Die Zeit entflog seit Du mich nach Deinem kur-zen aber liebevollen Besuch wieder verließest, mitBulwer's Romane. Xlst. 7