Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Ach was für glückliche Tage werden wir dannhaben; wir wollen zusammen italienisch lesen, wiewir sonst gethan; Du sollst mich Deine Lieder leh-ren, und ich will Dir Unterricht in den weinigengeben. Wir wollen Vögelchen halten, wie wirsvor laß sehen vor acht Jahren mit einanderhatten. Nie sollst Du mit mir Uber meine Thorheitsprechen: betrachte Das als war es nie geschehen;ich aber will mich mit Dir in Vermnthnngen überDeine künftige Wahl ergehen, und glücklich sein imBorgenuß Deines Glückes. O wie selbstsüchtig warich noch vor wenigen Wochen: damals wußte ichDich blos mit den Angelegenheiten meines Jchs zuüberströmen; jetzt, Leonore, ist die Reihe an Dirund Du wirst sehen, wie geduldig ich auf Dich höre.Fürchte ja nicht zu weitläufig zu sein; je ausführli-cher Du Dich verbreitest, um so leichter werde ichmir selbst vergeben.

Liebst Du die Poesie, Leonore? Ich sagte Diessonst von mir, aber fühlte eS nie, bis jetzt. WennDu zu mir kommst, will ich Dir meine Lieblingsstel-len aus meinen Lieblingsdichtern zeigen. Wir wollensehen ob die Deinigen den meinigen entsprechen.Kaum kann ichs erwarten bis ich diese abscheulicheStadt verlasse, wo Alles dumpf und doch fieberhaft,albern und doch falsch erscheint. Werden wir nichtglücklich sein, wenn wir uns wieder haben? WillDich Deine liebe Tante begleiten, so wird sie se-

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