Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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als gewöhnlich gegen ihn war. Er entfernte sich baldwieder und nach der Oper sah ich ihn in Gesellschaftdes Herzogs von Haverfield, eines der unverbesser-lichsten Rones, eine Person von anerkannt schlechtemRuf und von einer zur Schau getragenen Sittenlo-sigkeit aus dem Haus führen. Er hätte mindestensnoch ans einige Schicklichkeit, einigen Anstand, eini-ges Versteck sehen dürfen; aber erging hart vor mirvorüber vor der Mutter des Mädchens, der erdie Schwüre einer ehrenhaften Liebe darbrachte, unddie in diesem Augenblick wegen ihrer Bethöcnng fürihn litt. Nun Flora, kannst Du für diesen Men-schen, eine» unbekannten Abenteurer vielleicht ansdem niedersten Volk dessen einziges Anrecht ausRespektirung sich als lügenhaft erwies - dessen ein-ziges Verdienst, die Liebe zu Dir, wenn nicht gänz-lich vernichtet, mindestens befleckt und entwürdigetist kannst Du für Diesen an Vermögen, Karakterund Ehre gleich dürftigen Menschen noch irgendwieAnhänglichkeit oder Achtung zeigen?"

Nie, nie, nie!" rief ich aus dem Bett sprin-gend und mich der Mutter um den Hals werfend.Nie: ich bin wieder Ihre Flora. Nie will ich Siefürderhin von irgend Jemand aus meiner Seele ver-drängen lassen." Damit fing ich an so heftig zuschluchzen, daß Mama erschrack »nd mich zu Bettgehen hieß und wegging, daß ich schlafen könnte. Seit-dem sind mehrere Stunden vergangen und ich konnteweder schlafen noch denken, und weinen wollt' ich