Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
83
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heit worin Linden stand, von allen Seiten aufwarf,nämlich ob Talbot wirklich sein Oheim, Wer seinVater, Wer seine sonstigen nähern Angehörigenseien? Gerade nm diese Zeit »nn unterrichtete unsLord Borodaile von der Unwahrheit, die Jener hin-sichtlich seiner Verwandtschaft mit Talbot entwederselbst verbreitet, oder deren Verbreitung durch An-dere er sich wenigstens gefügt hatte. Dies, wirstDu selbst begreifen, änderte LindenS Verhältnisgegenüber von Dir gänzlich ab. Seine Abknnft wardnicht nur ungewiß, sondern sogar verdächtig; ja,nicht genug bieniit, sogar seine persönliche Achtbar-keit blieb nicht länger unantastbar. Konnte dieserzweifelhafte, eindringliche Mensch ohne Namen undmit einer befleckten Ehre ein Bewerber um Dich sei»?Nein, Flora; in dieser entrüsteten Ueberzeugnngsprach ich zu Dir vor einigen Tagen. Vergib mir,mein Kind, wenn ich damals minder vorsichtig undminder vertrauensvoll war, als jetzt. Ich stelltemir nicht vor, daß die Wunde schon so tief sei undglaubte ich würde Dich am besten heilen, wenn esschiene als merkte ich nichts von Deiner Gefahr. Jetztist die Sache anders; Deine Krankheit hat mir ge-zeigt wo ich gefehlt und wie weit Deine unglücklicheNeigung bereits gediehen sei. Wird mir aber meinliebes Kind verzeihen, wenn ich in meiner Mißbilli-gung seiner Wahl stets fortfahre, ja hierin noch drin-gender werde? Gestern Abend in der Oper tratLinden in unser' Loge. Ich gestehe, daß ich kälter