Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

8r

von von keiner Seite etwas erklärt oder entschie-den war, stellte ich mir vor, wenn Deine Spiele-reien mit ihm auch bis zum augenblicklichen Attache-ment eines jungen Mädchens gestiegen sein sollten, sowürden doch Abwesenheit nnd Scenenwechsel denEindruck bald verwischen. Wirklich war derselbe auch,wie ich glaube, ziemlich verwischt, als Lord Aspe-den nach England zurückkehrte und mit ihm Linden.Von Neuem trafst Du mit Letzterem fast so häufigals vorher in den gcs-llschaftlichen Kreisen zusammen;eine beinah überwältigte Kaprice ward wieder anfge-frischt, und in meinem angelegenen Wunsch, daß Dneine Heirath nicht zur Erhebung Deiner äußern Lage,sondern zu Deinem Glück treffen mögest, begünstigteich, ich gesteh es mit Leidwesen, seine Annäherungeneher, als daß ich sie zurückqewiesen hätte. Der jungeMensch bedenke wohl Flora erschien in der Ge-sellschaft als Neffe und Erbe eines Mannes vonalter Familie und beträchtlichem Vermögen; er hatteglänzende Aussichten in der Diplomatie, war hi derWelt beliebt und, so weit wir sehen konnten, vontadellosem Karakter. Dies muß ich als Entschuldi-gung ansprechcn, wenn ich seine Besuche duldeteohne weitere Nachrichten über ihn rinzuziehcn, undgestattete daß Deine Neigung Vorschrift, ohne michgenau über den Grad zu unterrichten, zu welchemsie bereits gediehen sein mochte. Zum Gefühl meinerUnbedachtsamkeit erwachte ich endlich durch die Frage,welche man eben in Folge der allgemeinen Beliebt-