67
Clarence drückte dem Herzog die Hand, antwor-tete aber nicht.
„Nichts konnte häßlicher sein, als Borodaile's, Benehmen," fuhr der Herzog fort. „Hoffentlichfechten und schießen Sie Beide gut. Ich vergebIhnen nicht mehr, wenn Sie diesem Stück Dünkel-^ Hastigkeit nicht ein Ende machen."
> Clarence ging noch immer in großer Bewegungim Zimmer auf und ab. Der Herzog betrachtete ihnmit einiger Verwunderung. Endlich blieb Jener am! Fenster stehen und sagte halb unbewußt: „Es muß^ so sein — ich kann ein Duell nicht vermeiden."i „Ein Duell vermeiden?" rief seine Durchlauchtl mit unverstelltem Erstaunen. „Nein, wahrhaftig! nicht; doch Das ist das Wenigste. Sie müssen ihn! auch umbringen, Sie müssen sich nicht blos mit ihmj schlagen."
! „Ihn umbringen!" entgcgnete Clarence wild,„Wen?" Damit sank er auf eineu Stuhl, bedeckte. das Gesicht eine Zeit lang mit den Händen, und! schien mit seinen Gefühlen zu ringen.
! „Hm!" dachte der Herzog, „Hab' ich mich doch
! in meinem Leben nicht mehr getäuscht. Ich hättemeinen Rappen gegen Trevanious Julia gewettet,
^ die doch gewiß das werthlvseste Ding ist, das ich^ kenne, Linden würde ein braver Kerl sein; aber! unsre englischen Helden fallen bei einem Duell stetsin Ohnmacht; „„sie verstehen Das besser in Frank-reich,"" wie Sterne sagt."