68
Ruhig und gesammelt stand Clarence jetzt auf.Er setzte sich, schrieb ein kurzes Billet an Borodaile,worin er die Volleste Entschuldigung oder unverweilteAusgleichung mit den Waffen forderte, gab den Briefdem Herzog in die Hand und bemerkte mit schwachemLächeln: „Mein lieber Herzog, darf ich Sie bittender Sekundant eines Menschen zu sein, der so schwerbeleidigt, und dessen Herkunft so hart bestrittenwurde?"
„Mein theurer Linden," entgegnete Haverficldwarm, „stets war ich meiner Stellung im Lebenfür den Vortheil dankbar, mir meinen Umgang selbstwählen und meinen eigenen Neigungen folgen zu kön-nen. Jetzt dank ich derselben mehr als je, denn siehat mir eine bessere Gelegenheit, als ich sonst wohlhätte finden dürfen, gegeben, einem Mann, den ichstets hochgeschätzt, zu dienen. Indem ich IhrenKampf mitaufnehme, zeige ich mindestens der Welt,daß es noch Leute von nicht geringcrn Ansprüchenals Lord Borodaile gibt, welche die Anmaßung ver-achten und die ein Hochsahrendes Benehmen selbstgegen einen Dritten empört. Ich betrachte IhreSache als allgemeine Sache der Gesellschaft, aberich werde dieselbe, wenn Sie mir es gestatten,mit dem besonder» Eifer eines Freundes zur »rei-nigen machen."
Clarence, vom liebevollen Ton dieser Worteiunig gerührt, antwortete in gleicher Weise, und derHerzog, der den Brief sofort gelesen und gebilligt