Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
64
Einzelbild herunterladen
 

61

wartete, bis das Schweigen von irgend einem wohlerzogenen Glied der Gesellschaft gebrochen ward,worauf er, eine frühere Zusage als Entschuldigungseines zeitigen Weggehens vorschühend, aufsland undsich entfernte.

Im Saal herrschte durchgängig Sympathie mitdem Beleidigten und Entrüstung gegen den Beleidi-ger vor; denn nichts zu sagen von Clarence's Popu-larität und der ausnehmenden Unbeliebtheit worinLord Borodaile stand, so konnte kein Zweifel überden Muthwillen womit der Schimpf ausgesprochenwurde, oder die Mäßigung des angegriffenen Thcilsstattfinden. Bereits empfand Borodaile die Strafeseines Unfugs: eben jener Stolz, der ihn gleichgültiggegen den Geist des geselligen Anstandes machte,hatte ihn bisher sehr gewissenhaft in Bezug auf des-sen Formen erhalten, und jetzt mußte er nothwen-dig einsehen, welch gröbliche Verletzung dieser For-men er sich zu Schulden kommen lassen, und inwelchem Licht sein Benehmen betrachtet würde. In-dessen erbitterte ihn dieses innerliche Unbehagen nurnoch mehr gegen Clarence und bestärkte seine Rach-begierde. Mit gewaltsamer Anstrengung die ganzeäußere Gleichgültigkeit, die seiner Erscheinung ge-wöhnlich zukam, wieder gewinnend, versuchte er mitden ihm zunächst Sitzenden ein Gespräch anzuknü-pfen! allein diese Bemerkungen riefen nur kurze undkalte Antworten hervor: selbst Lord Aspedcn vergaßseine Diplomatie und sein Lächeln; Lord St. George