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Eine Todesstille folgte, — die Augen Aller dieeine so absichtlich beleidigende Erwiederung vernom-men, wandten sich nnverweilt auf Clarence. SeineWange brannte wie Feuer; cinen Moment zauderteer, dann entgegnete er in gleicher Weise, obwohlnicht ohne ein kleines Beben in der Betonung:
„Lord Borodaile kann nicht mehr an der Ableh-nung liegen, als mir selbst."
„Und doch," gab ihm der Viscount, ins In-nerste getroffen, zurück, „sollte Dek, welcher falscheAnsprüche macht, sie mindestens auch behaupten."
„Ich verstehe Sie nicht, mein Lord," riefClarence.
„Möglich," antwortete Borodaile obenhin, „eSgibt ein Sprichwort, wonach Leute die nicht gewohntsind die Wahrheit zu sagen, dieselbe auch nicht ver-stehen, wenn Andere sie sagen."
Ungleich der Mehrzahl neuerer Romanhelden, diesich fortwährend in einem Affekt aus dem Stegreifbefinden — übersprudelnde Bursche, in welchen derJähzorn eine Tugend ist, — war Clarence von Naturausgezeichnet sanftmiithig und hatte überdies durchKunst über alle Leidenschaften eine Gewalt erlangt,die man in solchem Grad selten in einem so jungenMann treffen wird. Er gab auf die unentschuldbareBeleidigung die er erhalten, keine Antwort. Etwaszitterte seine Lippe und dem Hochroth auf seinemGesicht folgte ausnehmende Bläffe: das war Alles.Er verließ nicht einmal sogleich das Zimmer, sondern