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UM muß diejenige Liebe am stärksten sein, die amschnellsten entsteht? Ich liebte Lord Borodaile —jetzt acht' ich ihn blos noch — die Liebe ist zn Ihnengeflohen. Leg' ich Ihre Worte und Blicke richtigaus, so wird Ihne» dieses Bekcnntniß nicht unange-nehm sein. Kommen Sie und bestärken mich persön-lich in einer meinem Herzen so theuern Ueberzeugnng.
C. L. M.«
„Ein recht hübscher Erguß!" bemerkte LordBorodaile sarkastisch, die innerliche Wnth blos durchzunehmende Bläffe des Geflchts und leichte Zusam-mendrückung der Lippe blicken lassend. „Ich dank'Ihnen für Ihr Vertrauen in mich. Alles was ichfordre ist, daß Sie dieses Billet erst morgen absen-den. Erlauben Sie mir mit unsrem gegenseitigenAbschied de» Anfang zu machen, und in Herrn Lin-den eher einen Nachfolger als einen Nebenbuhler zusehen/'
»Ihre Forderung, mein Freund," erwiederte LaMeronville, ihr Haar zurechtstreichend, „ist nichtmehr als billig. Ich sehe Sie verstehen Arrange-mens dieser Art, und ich für meinen Theil denkedas Ende der Liebe sollte immer der Anfang derFreundschaft sein: — sei es so zwischen uns!"
„Sie erzeigen mir zu viel Ehre," entgegnete derLord mit tiefem Bückling. „Einstweilen vertraueich ans Ihr Versprechen und sage Ihnen als Lieben-der auf ewig Lebewohl."