keit einzuschnlen. So fügte er znm Schurken de»5?euchler. Er fand daß der Erfolg seinen Hoffnungenentsprach, denn er besaß sowohl List als Talent, undermangelte von Natur jener untergeordneten Annehm-lichkeiten nicht, welche der Unkunde des große» Han<fens werthvvllcr dünken als Münze von vollwichti-gerem Gehalt. Geblendet durch Vorurtheilc, wiewir sind, nehmen wir den äußern Anstand nicht nurfür wirkliche Sittlichkeit, sondern ziehen jenen sogardieser vor, und gleich den Bewohnern von Kos er-lesen wir, wenn uns die Wahl zwischen zwei Bild-säulen derselben Göttin geboten wird, nicht dieSchönste, sondern die Bestbekleidete.
Daran gewohnt die Menschen mit leichter Mühezn hintergehcn, kam Cranford bald dahin sie zu ver-achten; hatte er die Schurkerei anfangs durch seineneigenen Vortheil gerechtfertigt, so rechtfertigte er siejetzt mit der Thorheit der Andern; und da kein Bö-sewicht so verworfen ist, daß er nicht eine Entschul-digung für sich selbst hätte, so überredete unserHandelsherr wirklich seine Vernunft, er sei aus Ge-wissensgründen lasterhaft und ein Schuft in Folgeeines Moralsystems. Woher aber der Wunsch einesso herzlosen, dem Treiben der Außenwelt hingcgedenen Menschen nach vertrauterem Umgang mit demverarmten, einflußlosen Gelehrten? Die Frage be-antwortet sich leicht. Fürs Erste hatte Glendower,während seines Zusammenseins mit Cranford aufdem Festland, die Eitelkeit und Selbstsucht des den