Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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r gen Herrn Craufords auf eine ed!e Hcrzenswävme,d weiche das- mürrische Wesen seiner Frau leicht erkäl-ten, ja anwidern mochte."

- So wandelte denn Herr Crauford unverdächtigtund ungetadelt auf dem eingeschlagenen Weg weiter,

- lachte im Stillen über die Toleranz der Menge und

d setzte auf seiner üppigen Villa die Orgien einer lci-

t denschastlosen, thierischen Sinnlichkeit fort.

n So weit konnte jedoch Richard Crauford in der» Heuchelei und in deren Erfolg immer noch Paralle-le len finden. Tauchen wir jetzt tiefer in seine Seele,ü Im Besitz von Talenten, die, wenn auch von seknn-i därer Art, in dieser Art wirklich vollkommen waren,i konnte er kein Bosewicht durch den blosen äußerlichen

- Anreiz oder die regellose Gewalt seiner Natur sein:er war Bösewicht auf einer hoher» Rangstufe, er

- war es nach systematischen Grundsätzen. Bei gerin-

, ger Bildung und wenigen Kenntnissen, so weit die-

, selben nicht sein Beruf mit sich brachte, hielt sich

, seine Reflexion an scheinbar klare Folgerungen ans

- dem großen geheimnißvollen Buch des Lebens. Ersah das Böse äußerlich sich Wohlbefinden, und von

> dieser Beobachtung zog er seine Schlüffe.Das

i Laster," dachte er,ist kein Hinderniß gegen das

Glück, und somit ein angenehmerer Weg zu demselben,als die schmale, dornige Bahn der Tugend." Alleines gibt gewisse Laster, welche die Maske der Tugendfordern, nnd Crauford hielt es für leichter eine bloseMaske zu tragen, als seine Seele für die Wirklich.«