„Cs ist wahr/' sagten seine Freunde, „daherdie Weiber zu sehr liebt, aber er ist jnng — er wirdheirathen und sich bess-rn."
Herr Crauford heira-thete wirklich, und, so selt-sam es lautet, aus Liebe, mindestens aus jener thie-rischen Liebe, der er allein fähig war. Nach weni-gen Jahren übler Behandlung von seiner Seite, undstiller Duldung von Seiten seiner Frau, trennte sich dasPaar, Ihrer körperlichen Reize überdrüssig und ihre»unterwürfigen Sinn benützend schickte er seine Gattün»ach einem dunkeln Winkel auf dem Land, wo fitvon dem kümmerlichen Abwurf der ihr aus seinemUeberflnfi zukam, mit Noth ihr Leben fristete. Selbstjetzt, — so stark wirkt ei» in Formen und Wortengleisendes Auftreten — sank Crauford in der Ach-tung der Welt nicht."
„Vs wäre leicht zu bemerken," sagten die Zu-schauer seines häuslichen Dramas, „daß ein nachseinem Temperament so milder, in seinen Geschäftenso ehrcnwe-.thcr, in seiner Sprechweise so höflicher,auf die Predigten und öffentlichen Fonds so aufmerk-samer Mann nicht der schuldige Theil sein könne.Wisse man doch die Gründe ehlicher Zwistigkeiten niegenau, und sei nie im Stand zu bestimmen bis zuwelchem Grad das Aufreizende, das in einer Ungleich-heit der Karaktere liege, sich zu erstrecken vermöge.Gewiß sei es, daß Mistreß Crauford nie gut gelauntansgesehen und nicht das offene Gesicht ihres Gartenhabe, und offenbar deuteten selbst die Ansschweifun-