von seinen früher» Bekannten war, mit welchem erwährend mehrerer Jahre in Berührung kam. Seinehmaliger Reisegefährte erkannte ihn sogleich, redeteihn an, begleitete ihn nach Haus und überraschteihn drei Tage nachher mit einem Besuch. Getreueinem Benehmen, das in seiner Verstellung weitüber die Grenzen der gewöhnlichen U.ngangsferiigkeitund Umgangssitte hinansging, stbien Crauford dieveränderten Umstände seines alten Freundes dnrchausnicht zu bemerke», und suchte durch einen absichtlichehrerbietigen Ton des Gesprächs aus GlendowerS Ge-müth jene vcrlenende Empfindung zu entfernen, die,wie seine Menschenkenntniß ihm sagte, sein Besuchnothwendig Hervorrufen mußte.
Es gibt «ine gewisse Gattung von Stolz, welcheim Widerspruch mit den gewöhnlichen Abzeichen die-ses Gefühles dann am höchsten hervortritt, wenn manden gewöhnlichen Erfahrungen nach die größte Be-drückung erwarten sollte. Zn dieser Art gehörte derStolz Glcndowers. Allerdings rief, als er bei Empfangdes Gastes, der ihn in seinem friihern Wohlstand ge-kannt, ans sein nunmehriges dürftiges Gemach und diedeutlichen Spuren der Armuth in demselben blickte, einenatürliche Bewegung seines Innern eine vorüberge-hende Nöthe aus seine bleiche Wange; aber seineHaltung blieb ruhig und gefaßt, und welche Demü-thigung er auch fühlen mochte, keine Betonung derStimme, keine schülerhafte Verlegenheit des Beneh-mens ließ tieselbe Lurchblicken. Ermuthiget durch