Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

Loos Derer, welche die alte böse Schlange beschwö-ren wollen, die nicht Hort auf die Skimine des Be-schwörers! kämpfend gegen das Vvruitheil unddie frömmelnde Verblendung der knechtischen, gefes-selten Heerde, der wir Licht und Freiheit zu gebenuns in süßer Hoffnung vermaßen; - zusehend wiedie sklavischen Vorurtheile, die wir vom Jrrthnmentbinden wollten, ihre Ketten im Zorn gegen »nsschütteln, unser Wohlwollen uns znm Verbrechenmachen; Märtyrer deren Eifer mit Verfolgungbelohnt, deren Verkündungen mit Hohn gekröntwerden! Besser, ach besser ich hätte nickt ge-horcht ans die Eitelkeit eines erhitzten Gehirns; besserich häitc mein Haus mit der Lerche und wilden Bieneunter Feldern und ruhigen Hügeln genommen, wodas Lebe», wenn dnnkler, weniger entwürdigt ist,und die Hoffnung, wenn sie minder süß träumt, auchnicht so bitter enttäuscht wird. Zwar halte sich meinLeib zn härterer Arbeit beugen müssen, aber dasHerz hätte mindestens Ruhe gehabt gegen seine Angst,der Geist Erholung vom Denken."

Die Thränen der Frau fielen auf die Hand, diesie umfaßt hielt. Der Gelehrte wandte sich um undsein Herz schalt ihn ob der Selbstsucht in seinerKlage. Fester und fester drückte er fie an s ineBrust und mit liebevollem Blick ans die Angen, welcheJahre der Armuth und der Schmerzen ihres jungenGlanzes beraubt haben mochten, nicht aber ihrerewig jungen Zärtlichkeit, küßle er ihre Zähren weg