Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Der Morgen dämmert ein neuer und wiederein neuer Tag auf Tag! während wir unsereBürde wie das blinde Tbier fortschleppen, das nichtweiß wann die Last abgeworfen werden wird und dieStunde der Ruhe kommt."

Die Frau druckte ihre Hand an die Brust, gababer keine Antwort sie kannte seinen Sinn under fuhr fort:

So reibt sich das Leben selbst auf. Vier Jahresind über unsere Abgeschiedenheit hingegangen vierJahre! ein großer Ausschnitt im kleinen Kreis unse-rer Sterblichkeit, und welchen Tag in diesen vierJahren hat die Freude der Mühe abgewonnen, welcheNacht der Schlaf der Lampe ganz entrissen? Umge-jagter als der Knauser wandert der unersättliche,rastlose Geist von Ost nach West, und sammelt ausden Winkeln, Ecken und Schluchten der Erde Stück-chen um Stückchen, Korn um Korn, Atom um Atomden Reichthum auf, den er in seinen Scheunen auf-bcwahrr wozu? um mitten unter dieser FülleHungers zu sterben! Die Schöpfungen der Phantasiebringen einen schnellen, einträglichen Lohn; nicht sodie Schätze der Denkkraft *). Besser, ich hätte

*) Wenn der Dichter, der Erzähler, der Belletrist sichbisweilen selbst in unfern Tagen mit Recht überdie Nernachläßigung ihrer Zeitgenossen beklagen,wie kann der seiner Zeit voraneilende Philosophhoffen, so lang diese Zeit nicht zur Höhe seinesGeistes heranwächst, nach seinem wahre» Werth