Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
86
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Zigeuner werden? ja doch! Mir ist etwasBesseres aufbehalten, als eine solche Auskunft. Stehtmir doch die ganze Welt offen zur Wahl nichtmei-nesNuheplatzes. Nein, manch langes Jahr wirdvorübergehen, ch ich mich nach einem Ruheplatz um-sehe' Handeln ! Handeln! Handel» ! wieDemosthenessagte. Ob ich wohl in W den Brief antreffe? denletzten Brief, den ich je ans der Heimath bekommenwerde. Doch ist sie jetzt nicht mehr meine Heimath,und ich ich der Geschmähte, Entwürdigte, mitFüßen Getretene, habe nicht einmal einen Namen!Gut, Gut, ich will einen noch schvnern gewinnen,als den meiner Väter. Man soll noch stolz daraufwerden, mich anzuerkennen." Mit diesen Wortenbrach der Sprechende mit schwellender Brust undleuchtendem Aug plötzlich ab,, und wie er, ein unbe-kannter, freundloser Abenteurer auf die weit gedehnte,stille Gegend um sich her blickte, empfand er, erkönne wie Castruccio Castracani") seine Arme nach

*) Geb. 1281, gehörte er seiner Familie nach der Par-tie der Ghibellinen an und mußte deshalb seineVaterstadt Lukka, noch eh er zwanzig Jahrezählte, verlassen. Sr begab sich nach England,sofort nach Flandern, wo er unter Philipp demSchönen Dienste nahm, und endlich, im Jahr1313 nach Pisa, von wo aus er die Welfen mitHilfe anderer verbannte» Ghibellinen von Lukkavertrieb» Sr warb von den Bürgern zu ihremAnführer 'erwählt und später, nach mehreren glück-lichen Feldzügen gegen andere italienische Staaten,