Drittes Kapitel.
Macht nicht Gewohnheit süßer dieses LebenAls das gemalten Pomps?
Wie es Euch gefällt.
Die Sonne brach lustig durch die Gitterchender Karawane, als der Jüngling die Augen öffneteund das gutmüthige Gesicht seines Zigeunerwirthssich wohlgefällig über ihn herabbeugen sah.
»Ihr schliefet so gesund, Herr, daß ich Euchnicht stören wollte; indessen wartet meine gute Fraunur auf Euer Aufstchen, um das Frühstück in Be-reitschaft zu setzen.
„Es märe ein Jammer," rief der Gast, vomBett aufspringend, „wenn ein so hübsches Gesichtum meinetwillen scheel sähe; drum will ich sic kei-nen Augenblick warten lassen."
Der Zigeuner antwortete lächelnd: „ich brauchekeine Amtshilfe vom Teufel, Herr, um Euch Glückvorauszusagen."
„Gewiß nicht! - und worin besteht dasselbe?"
„In Ehre, Ruhm, Erfolg, — in Allem was;e eine weiche Zunge gewann, wenn sie ein kühnesHer; zum Hinterhalt hat."
Hell und muthig war. der Blitz, der über dasAntlitz des Menschen zuckte, dem diese Verkündigunggemacht ward, indem er auf dieselbe mit einem Ent-