Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
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Der Zigeuner mäßigte seinen Schritt zu einemgemüthlichern Hinschlendern und fing an:

Der erste Schauplatz dessen ich mich entsinne,war demjenigen ähnlich, der Euch gestern Nacht um-gab. Das rauhe Zelt und das grüne Moor, daslodernde Reisigbündel, der ewige Kessel mit sei-nen zischenden Merkzeichen der Speisebercitung,die Alte die ihn besorgte und die zerlumpten Jun-gen, die in seinem Inhalt den ersten Lohn desDiebstahls und die früheste Versuchung dazu kennenlernten: all Das verbindet sich in ein angenehmesDurcheinander als erste Eindrücke meiner Kindheit.Das Weib das mich als meine Mutter pflegte, warin ihrer Gntmiithigkeit ziemlich eigensinnig, so daßmeine Kiuderzeit, wie diejenige von begünstigtcrenSprößlingen des Glückes, unter abwechselnden Züch-tigungen nnd Liebkosungen verfloß. In Wahrheitgesagt hatte Frau Meg die kreischendste Stimme undschwerste Hand in der ganzen Bande, und ich kannmich über Ungerechtigkeit wirklich nicht beklagen, so-fern sie mich nicht schlimmer als die klebrigen behan-delte. Trotz der Folgewidrigkeit meiner Erziehungwuchs ich stark und gesund heran, und meine ver-meintliche Mutter hatte mir so viel Respekt vor ihrselbst beigebracht, daß mir keiner für irgend sonstwas blieb. Demgemäß wurde ich kühn, rücksichtloS,begierig nach Abenteuern, und war im Alter vonDreizehn schon so durchtrieben, als mein Völkchennur immer wünschen konnte. Um diese Zeit stieß mir