war einem Fußreisenden zu erweisen. „Nach W—,Herr? Werdet doch wohl nicht heut Abend nochdort hin wollen: cs liegt mehr als zwei Stundenentfernt, und die Straße ist nicht von den besten."
„Ei, so hole der Henker alle Schurken!" cnt-gegnete der Jüngling mit einer Anwandlung vonErnst in seiner Lebhaftigkeit. „Versicherte michdoch der Müller am Fuß des Hügels dort, ichwürde in weniger als einer Stunde am Ziel mei-nes Tagmarsches seyn."
„Er mag Recht gehabt haben, Herr," gab ihmder Mann zurück, »obwohl Ihr W— in zweimalso viel Zeit nicht erreichen werdet."
„Wie meint Ihr Das?" fragte der jüngereUnbekannte.
„Ei, daß Ihr einmal einen Müller gegen sei-nen Willen die Wahrheit sprechen lasset und einWirthshaus, etwa drei Viertelstunden von hier,zum Ziel Eures Tagmarsches macht."
„Danke für den Wink," erwiederte der Jüng-ling. „Liegt das Hans von dem Ihr sagt, an derStraße?"
„Nein, Herr) die Straße gibt etwa eine halbeStunde von hier einen Nebenast ab; dort müßtIhr Euch zur Rechten wenden, bis dahin aber istunser Weg derselbe, und zieht Ihr Eure eigeneGesellschaft der meinigen nicht vor, so können wirmit einander fortstolpern."
„Herzlich gern," entgegncte der jüngere Fremde,