mache; daß andrerseits eine nüchterne und ruhigeWürde der Staatskirche die Anfbrausungcu sektenhaf-ter Extravaganz zu Boden schlage. Iederman flehtdie Irrthümer unsrer Kirche, aber nur Wenigeberechnen den Bortheil einer Staatskirche. Wenigebegreifen, wie eine solche das Herz der Nationnicht nur mit dem Licht des Evangeliums durch-strömt, sondern auch mit einem gewissen Licht derGeistesbildung; — wie sie, in Folge eines aufgereg-ten Wetteifers, den Scktircr zu seiner eigenen undzur Uuterstnzzuug fremder Bildung antreibt; — wiesic in der Gründung von Armenschulen und in derAnspornung der Dissentirenden zu gleichem Zwekwirksam ist; — wie fle durch den zur Regel dienen-den auffcrn Anstand ihrer Glieder allen Dissentiren-den ein nnverrüktes Muster vorhält, von welchemdiese selten abweichen; — wie eine beständige Riva-lität in guten Werken ein fortwährend reges,kräftiges Leben in ihr erhält. Ist dies das eigent-liche Wesen einer Staatskirche, so müssen wir nurstreben dieses Wesen wieder zu reinigen und dadnrch fortzuerhalten. Und Hab' ich recht geschlossen,daß die meisten jezzigen Gebrechen der Staatskirchenur aus einer zu rein aristokratischen Znsammensez-zung derselben hervorgrhen, welche wiederum in dempersönlichen Patronat ihren Grund hat, so habenwir blos, so weit wir es mit Sicherheit und Klug-heit thun können, jenes Patronat von einzelnenPersonen an den Staat zu übertragen. In einem
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