Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
90
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Der beredte Caimig ") besteht sehr eifrig aufdiesem Punkt. I» seiner Abhandlung über Ver-mehrung der Mittel zur theologische.»Ausbildung schlägt er ein Profcssorat für Kan-zelberedsamkeit und Pafloralunterweisung vor.Das-selbe," sagt er,sollte die Kandidaten der Theolo-gie in der Abfassung und Abhaltung von Predigten,so wie in der besten Methode, Eindruk auf das Men-schengemüth zu machen, unterrichten, und eineneinsichtvollen Eifer in der Ausübung sämtlicherPflichten des geistlichen Standes erwekkcn. Welcherdenkende Mensch wird nicht an Sonntagen oft genugan die schmerzliche Wahrheit erinnert, daß irgendeine Anstalt nvthig wäre, um unsre Geistlichen zueiner wirksamen und cindringenden Gntledigungihrer Obliegenheiten heranznziehen?"

Oft, wenn man die Fettheit der Pfründe mitder Gleichgiltigkeit des Predigers zusammenhält,kann man nicht umhin mit dem Prinzen Conti aus-zurufcn:Ach, der liebe Gott wird für sein Geldnur sehr schlecht bedient!"

Der Einfluß der Hähern Stände auf die Religionist häufig auch darum verderblich, weil die Pfrün-den meist Eigenthum der Aristokratie sind nud derVergeber sie natürlicher- und verzeihlicherweiselieber seinen eigenen Verwandten oder nähern Be-kanten überträgt. Go wird das Predigen des Heils

*) Nicht »er Minister.