Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
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Einer meiner Kollegen im gegenwärtigen Unter-Hans, ein Mann von ausgebreiteten Kentnissen unddurchdrungen von jener erhabene» Philosophie, diemir in unser» Scnrirzimmern in Folge tiefer Nach-forschungen über bestehende Principien und derUeber-zeugnng erlange», daß die Kunst Gesezze zu gebendie Kunst glüklich zu machen sein sollte dieserManu schilderte mir sehr beredt die unangenehmeU-berraschung, womit er gefunden, daß das Haupt-merkmal unserer gcsezgebendeu Bersamlnng in einerbeständigen Appellation an die niedrigsten Leiden-schaften, und in dem Unglauben und Ridikiile be-stehe, die an all Denjenigen haften bleiben, die sichzu höhern Gesinnungen bekeuneteu. Nicht so beiandern Volksversamlnngcn, wol aber bei den Glie-dern der Nationaloersamlung. Da sic sich jedenMorgen in den Klubs treffen, und Jeder genau dieBeweggründe der Andern kent, so bekommen siejene Art von Weltkentniß, welche die Freunde Orleans,des Regenten, bezeichnete, eine Weltkentniß dieAlles verachtet und verdächtigt: sie schreiben aufihre Seelen das Mottokeine Heuchelei!" und hal-ten Alles, was sie nicht zu begreifen vermögen, fürunrein, als ob es eine Ehrlichkeit gäbe die imVerleugnen der Ehrlichkeit selbst bestände!

Eine solche Geistcsrichtnng entwürdigt den Tonder Beredsamkeit und wir können ihre Spur vomSenat nach der Kanzel verfolgen. Liebt zum Anstand,und bl»s znm Anstand der Schluß daß Alles