Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

L9

wird die höhern Wissenschaften nie begünstigen,kacroix fand, wir in Ihrem Werk, mein Herr, be-merkt ist, für den Unterricht in der höhern Mathe-matik nur acht Schüler! Aber die höhern Wissen-schaften müssen nun einmal betrieben werden, daherabermals eine Nothwcndigkcit zu fundiren. WoFnndirungen in der höchsten Blüte stehen, da wirdGelehrsamkeit am meisten gepflegt. So haben Sie,und vor Ihnen schon Adam Smith, richtig bemerkt,daß in denjenigen Landern, wo die Universitätenreicher sind, als die Kirche, erstere die glänzendstenBeispiele von wissenschaftlicher Bildung liefern. Wodagegen die Kirche reicher begabt ist, als die Uni-versität, da absorbirt die Kanzel die Gelehrsamkeitdes Katheders. Daher in England die ausgezeichneteBildung der Geistlichen und in Schottland diejenigeder Professoren. *) Man füge noch das BeispielDeutschlands hinzu, wo kaum ein Professor ist, dernicht eines wohl verdienten Rufs genösse; dasBeispiel Frankreichs, wo zu Voltairc's Zeit, als dieKirche so reich war, Dieser nur Einen Professorvon wissenschaftlichem Verdienst (und noch dazu vonziemlich mittelmäßigem) anffiuden kontc, währenddaselbst gegenwärtig, wo die Kirche verarmt ist,die ausgezeichnetsten Leistungen der christlichen (?)

*) ,.Die Hälfte der ausgezeichnetsten SchriftstellerSchottlands waren Professoren." CHal Hier-über Fnndirungen.