Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

z»

literarischen Fundirung zn sehen, so sehr ich auchgegen die jezt vorwaltende Misbräuche desselbenankämpfe. Sie selbst, mein Herr, haben die Noth-wendigkeit der Fundirungen unter den rechten undunantastbaren Gesichtspunkt gestellt. Die Menschenmüssen zur Bildung eingeladen werden dalPublikum allein beschnzt die abstrakten Wissenschaftennicht genugsam, wie man lange eben so fälschlich,als allgemein glaubte; in einem handeltreibenden,im Gcschäftsgewühl lebenden Volk findet sich wenigAnreiz zu einem Studium, das kein Geld einträgt -zu einer Wissenschaft, die nicht ans den Wollsakerhebt oder das Stadthaus beherrscht. Die Masseder Menschen muß zur Bildung herangeschmcichcltwerden. Man gründe Kollegien und Professorateund stelle ihnen die Wissenschaft in Person vor dieAugen: dann werden sie angelokt. Man lege ihrein imposantes Gewand um, begäbe sie mit Vor-theilen daun wird die Menge unbewust bewogensie zu verehren. Die öffentliche Meinung folgt Dem,was geehrt wird; ehret die Wissenschaft und ihr ge-willt derselben diese Meinung. Fnndationen auf einerUniversität bringen Nacheiferung in den untergeord-neten Anstalten hervor; wenn anständig ansgestattet,erzeugen rrstere in leztern den Wunsch der Rivali-tät, wenn unzulänglich dotirt, den Ehrgeiz es ihnenznvorzuthun. Sie bieten unter den Wechseln undLannen des ungeregelten Studirens ein festes Merk-zeichen und unverrüktes Muster. Das Publikum