am ehesten liest, nicht der Philosoph oder Moralist.Mit Recht wurde es, meiner Ansicht nach, der lond-ner Universität znm Vorwurf gemacht, daß in ihre»Hvrsälen keine Religion gelehrt werde: aber wirddenn Religion überhaupt in irgend einer unsreröffentlichen Anstalten, mindestens eh man auf derHochschule zn einem Kursus über Palsy *) gelangt,vorgetragen? Bestich der Kirche oder Kapelle istnicht Religion! Das Leben, die Führung, die Kraftder Religion: wo sind die dabei? Man sehe sich injedem Winkel der Erziehungswerkstätte um: immernur Latein und Griechisch und Griechisch und Latein,was man irgendwo auffinden kann
,,Nilts<zu« risteoti kunstet ooloossia aonnllio."
Aber der Vater zandert immer noch. Ich sehe, Herr,Ihr achtet Latein und Griechisch für etwas Vortref-lickes, das wol werth sei, daß mau ihm alles Uebrigeaufopfere. Gut, auf diesem Boden wollen wir unsbegegnen. Euer Sohn zieht nach Eton um Grie-chisch und Latein zu lernen; er bleibt dort achtJahre (nachdem er bereits vier auf einer Borberei-tungschnle zugcbracht) und geht nach Ablauf seinerProbezeit wieder weg: aber was für Latein oderGriechisch bringt er mit? Seid Ihr selbst ein Ge-lehrter? so examinirt einmal Einen der jungen Leute,wie sie dem Durchschnitt nach im Alter von achtzehn
*) Verfasser einer lVstural Pheolog^, lllorsl »mlPolitical Philosoph)-elo. Gestorben 1805.