Druckschrift 
2 (1841)
Entstehung
Seite
114
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verzehren, in dessen klaren Wassern sie die Forelle dahin-gleiten und spielen sehen konnten. Und oft zogen sie daszufällige Obdach eines Heuschobers oder eines Schuppensder minder romantischen Schlafstätte vor, welche ihnendie kleine« Herbergen boten, die sie allein zu betreten wag-ten. Sie gingen hierin viel »ach dem Gesicht und derStimme von Wirth oder Wirthin. Nur einmal hattePhilipp sine Stadt betreten, am zweiten Tag ihrer Flucht,und dieß nur in der Absicht, gröbere Kleider und frischesWeißzeug für Sidney zu kaufen, nebst einigen andernArtikeln und Bedürfnissen, die ihnen nothwsndig und nütz-lich waren bei ihrem dermaligen, selbstgewählten abermühsamen Wanderleben. Eine kluge Vorsicht, denn so ge-kleidet, entgingen sie dem Verdacht.

Mehrere Tage reisten sie so weiter; und da sie eineRichtung eingeschlagen hatten, gerade entgegengesetzt derin die Manufakturdistrikte, wohin die Verfolgung sich ge-wendet, befanden sie sich jetzt schon in der Mitte einerandern Grafschaft, in der Nachbarschaft einer der ansehn-lichsten Städte Englands; und hier fing Philipp an zudenken, daß ihre Wanderung ein Ende nehmen sollte,und es Zeit scy, einen Entschluß zu fassen über einenbestimmte» Lebensplan. Er hatte für sich selbst aufs sorg-samste gespart und das kleine ihm von seiner Mutter hin-rerlaffene Vermögen aufs kärgste zu Nathe gehalten. AberPhilipp betrachtete dies Kapital als ein geheiligtes, Sidneygehörendes Depositum; es sollte nicht ausgegeben, son-dern bewahrt und vermehrt werden als Kern künftigen