Sk
Sehnen an einen Bogen gespannt; wäre es nicht nochhübscher, wenn Ihr zwei Muttersöhne an Euren Wagenspanntet?"
Während er sich so witzig ausdrückte, nahm der Gent-leman seine Mütze ab und fuhr sich mit den Fingern durcheinen sehr krausen und artigen Kopf voll Haar; das jungeFrauenzimmer sah ihn mit offenbarer Koketterie an undsagte: „WaS doch Eure Zungen laufen können, IhrGentlemen!"
„DaS Laufen thut wohl Noth, Miß, so lang ich Euchnachlaufe," war die galante Antwort.
Hier machte der blaffe Gentleman, den das Geschwätzsichtlich verdroß sein Buch zu und sah um sich. Sein Augehaftete auf Philipp, der, sey es nun wegen der Hitze desTagS oder aus Vergeßlichkeit die Mütze von seiner Stirnegerückt hatte; und der Gentleman, nachdem er ihn einigeAugenblicke mit großer, ernster Aufmerksamkeit betrachtet,seufzte so tief, daß er die Aufmerksamkeit aller Passagiereauf sich zog.
„Seyd Ihr unwohl, Sir?" sagte das junge Frauen-zimmer mitleidig.
„Ein wenig Schmerzen ausder Seite, weiter Nichts."
„Wechselt den Platz mit mir, Sir," rief der Lothariodienstbeflissen. „Thut es doch!" Der blaffe Gentlemannahm nach kurzem Bedenken und nach einer beschämtenEntschuldigung den Vorschlag an. Zn wenigen Augen-blicken waren das junge Frauenzimmer und der Stutzerin ein tiefes Gespräch in flüsterndem Tone verwickelt, die