Druckschrift 
2 (1841)
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

79

seine Pfeife wieder, und nach einer Pause fuhr die guteDame in sehr mildem, versöhnendem Tone fort:

Ich will Euch sagen, Roger, was es ist, das michan diesem Kind so verdrießt. Er ist so listig und sagt solcheUnwahrheiten!"

Unwahrheiten! das ist ein sehr schlimmer Fehler,"sagte Mr. Morton ernst.DaS muß anders werden."

Erst dieser Tage sah ich ihn im Laden eine Fenster-scheibe zerbrechen, und als ich ihn deßwegen tadelte, läug-nete er es, und mit solch einem Gesicht! Ich kann daslügnerische Wesen nicht leiden!"

Laßt michs nur wissen, wenn er das nächstemal Ge-schichten erfindet; ich will ihn kuriren," sagte Mr. Mor-ton streng.Ihr wißt, wie ich es Tom vertriebe» habe!Spare die Ruthe und verderbe das Kind! Und wenn ichversprach, den Knaben mit Güte zu behandeln, meinte ichdamit natürlich nicht, daß ich nicht auf seine Sittlichkeitachten und nicht dafür sorgen wolle, daß er ein ehrlicherMann werde. Rede die Wahrheit und beschäme den Teufel das ist mein Wahlspruch!"

Gesprochen ganz wie es Euch gleich sieht, Roger!"sagte MrS. Morton mit großer Lebhaftigkeit.Aber sehtIhr, er hat eben nicht das Glück gehabt, einen Vater zuhaben wie Ihr seyd. Mich wundert, daß Eure SchwesterEuch nicht schreibt. Manche Leute machen viel Aufheben«von ihren Gefühlen; aber aus den Augen, aus dem Sinn."

Ich will hoffen, daß sie nicht krank ist, die armeKatharine! sie sah sehr bedenklich aus, als sie hier war,"

6 '