77
Sidney legte den Finger an den Mund, verbeugtefich und verschwand.
»Jetzt, MrS. Morton," sagte Mr. Morton rasch be-ginnend und klopfte die Asche aus seiner Pfeife, „jetzt,Mrs. Morton, ein Wort, ein für allemal; ich habe Euchgesagt, daß ich der armen Katharine versprochen, diesemKind ein Vater zu seyn, und cs geht mir ans Herz, ihnso anfahren zu sehen. Warum Ihr ihn nicht leiden könnt,kann ich ums Leben nicht errathen; ich sah nie ein gut-nrüthigereS, weicheres Kind."
„Weiter, Sir, weiter; macht Eure persönlichen Be-trachtungen über Eure eigne, rechtmäßige Frau. Siebeleidigen mich nicht — o nein! gar nicht! GutmüthiginderThat, ich denke, Eure Kinderfind nicht gutmüthig?"
„Das lasse ich auf sich beruhen," sagte Mr. Morton;„meine Kinder find, wie Gott fie geschaffen, und ich binganz wohl zufrieden."
„Ihr dürft in Wahrheit stolz seyn auf eine solcheFamilie; und wenn ich an die Mühe denke, die ich mitihnen gehabt, und was ich Euch an Wärterinnen erspart,und die schlimmen Wochenbetten, die ich gehabt, und jetztsehen müssen, wie dieser kleine unheilanrichtende Eindring-ling fie aussticht und verdrängt — es ist zu schlimm vonEuch, Mr. Morton; Ihr werdet mir das Herz brechen— ja, das werdet Ihr!"
MrS. Morton hielt ihr Taschentuch vor die Augenund schluchzte.
Der Gatte war gerührt; er stand auf und suchteBulwer's Romane. I.XXXIX. 6