Die Kinder, welche vor ihrem Vater großen Re-spekt hatten, huschten und drängten sich zur Thüre; Tomaber» der als der Letzte hinausging, streckte, keck im Ge-fühl der Gunst seiner Mutter, den Kopf zur Thüre hineinund rief: „Ade, kleiner Heimwehmann!"
Ein plötzlicher Schlag ins Gesicht von seinem Vaterverwandelte sein Gekicher in eine ganz andere Art vonMusik, und man hörte von draußen einige Augenblickelang, nachdem die Thüre geschlossen war, ein lautes, zor-niges Schluchzen.
„Wenn das die Art ist, wie Ihr Eure Kinder be-handelt, Mr. Morton, so gelobe ich, Ihr sollt keine mehrbekommen, wenn ich dafür seyn kann. Kommt mir nichtzu nahe — berührt mich nicht!" und MrS. Morton nahmdas empfindliche Benehmen einer beleidigten Schönheit an.
„Pah!" brummte der Gatte, und setzte sich wiederund nahm seine Pfeife in den Mund. ES entstand eineTodesstille: Sidney schmiegte sich an seinen Oheim undsah sehr blaß aus. MrS. Morton, welche eben strickte,strickte drauf los mit der Heftigkeit nervöser Gereiztheit.
„Zieh die Glocke, Sidney," sagte Mr. Morton.Der Knabe gehorchte — das Stubenmädchen kam herein.„Bringt Mr. Sidney auf sein Zimmer; haltet die Knabe»fern von ihm, und gebt ihm ein großes Stück Brod undMarmelade, Martha."
„Ei freilich, Marmelade — Syrup," sagte MrS,Morton.