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zu der Zeit, wo sie noch so glänzend schien. Vergib esmir, mein liebes Kind, wenn ich Dir den Zustand meinerGesundheit verheimlicht habe, und wenn mein Tod fürDich ein plötzlicher, unvorhergesehener Schlag ist. Traurcund gräme Dich nicht allzulang um mich. Für mich selbstist meine Auflösung in Wahrheit Befreiung aus dem Ker-ker und aus Ketten — Befreiung von körperlichen Leidenund geistigen Qualen, die, so hoffe ich zu Gott, einigeSühne sepn werden für die Verirrungen einer glückliche-ren Zeit. Denn ich that Unrecht, als ich, wiewohl ausden unselbstsüchtigsten Beweggründen, zugab, daß meineVermählung mit Deinem Vater ein Geheimniß blieb, undso die Hoffnungen derjenigen zerstörte, welche eben solcheRechte an mich hatten, wie er. Aber, oh! Philipp, hüteDich vor dem ersten falschen Schritt zur Täuschung! hüteDich auch vor den Leidenschaften, welche ihre Früchte erstan den Tag geben lange, lange Jahre nach dem Laub, dasso grün glänzt und nach den Blüthcn, die so schönprangen!
„Ich wiederhole mein feierliches Gebot: traure undgräme Dich nicht um mich, sondern kräftige und stärkeDeinen Geist und Dein Herz um die Aufgabe über Dichzu nehmen, die ich Dir jetzt anvertraue — meinen Sid-ney, mein Kind, Deinen Bruder! Er ist so sanft, sozart — er hat so ganz und immer in mir gelebt, und wirsind jetzt getrennt zum ersten und letzten Mal. Er ist beiFremden; und — und — oh! Philipp, Philipp, wacheüber ihm um der Liebe willen, die Du nicht blos zu ihm,