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vor ihrem Tobe. Er ging an das Fenster und rang in demNebel des schwülen Tages nach Atheni. Unten hörte mandas geräuschvolle Leben Londons; das gellende Schreienherumwandernder Trödler, die rollenden Karren, dasJauchzen der Knaben, die aus eine Weile die Schule ver-lassen; unter all diesem erhob sich Ein lautes, lustig schal-lendes Gelächter, das seine Aufmerksamkeit unwillkührlichnach dem Platze lenkte, woher es kam; es war vor demEingang eines WirthShcuseS, vor welchem der Leichen-wagen stand, der seiner Mutter Sarg geführt hatte, unddie wohlgemuthen Leichenbesorger machten hier Halt, umsich zu erfrischen. Er schloß mit einem tiefen Seufzer dasFenster, zog sich in die entlegenste Ecke des Zimmers zurückund las wie folgt:
„Mein liebster Philipp, wenn Du dieses liesst, werdeich nicht mehr sepn. Du und der arme Sidney werdet dannweder Vater nochMutter, weder Vermögen noch Namenhaben. Der Himmel ist gerechter als die Menschen, undauf den Himmel setze ich meine Hoffnung für Euch. Du,Philipp, bist schon über das KindeSalter hinaus; DeineNatur ist, glaube ich, geschaffen, um erfolgreich mit derWelt zu kämpfen. Sey auf der Hut gegen Deine Leiden-schaften, so wirst Du wohl den Hindernissen Trotz bietenkönnen, die Deinen Weg im Leben bedecken werden. Undin neuerer Zeit, seit unsrem Unglück, Philipp, hast Dudiese Leidenschaften so bezwungen, den Stolz und denUngestüm Deiner Kinderjahre so bemeistert, daß ich mitweniger Besorgniß in Deine Zukunft schaute, als sogar