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Decorum als eine strenge Person betrachtet, doch in derGesellschaft beliebt, wie Frauen, die hübsch und zugleichharmlos sind, es gewöhnlich zu seyn Pflegen.
Wir müssen der Mrs. Beaufort die Gerechtigkeitwiderfahren lassen, daß sie nicht in den Brief eingeweihtwar, welchen ihr Gatte an Katharine schrieb, obgleich sienicht ganz unschuldig daran war. Die Wahrheit ist: Ro-bert hatte ihr nie die besonder» Umstände auseinandergesetzt, welche bei Katharinen eine Ausnahme von dengewöhnlichen Regeln begründeten — nie die großmüthigenAnerbietungen seines Bruders gegen ihn in der Nacht vorseinem Tode; und nie die vollkommene Ergebenheit undTreue, welche Katharine dem Verstorbenen erwiesen —mochte er auch selbst hinsichtlich der behaupteten Trauungganz ungläubig seyn; — er hatte nur hingeworfen: „Ichmuß, glaubeich, Etwas für diese Frau thun; sie hätteum ein Haar meinen Bruder beschwätzt, daß er sie hci-rathe; und dann würde er nach Allem, was ich weiß, Arthurvom Besitz der Güter ausgeschlossen haben. Dennoch mußich wohl Etwas für sie thun — he?"
„Ja, ich denke so. Was war sie denn? — Von sehr -niedrigem Stande?"
„Eines GewerbSmanns Tochter."
„Die Kinder sollte man versorgen gemäß dem Standder Mutter, das ist die gewöhnliche Regel in solchen Fäl-len; und der Mutter sollte man etwa so viel aussetzen, alssie ungefähr hätte zu erwarten gehabt, wenn sie einenGewerbsmann geheirathet hätte und Wittwe geworden