Druckschrift 
2 (1841)
Entstehung
Seite
8
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und außer ihrer Mitgift erlangte er keinen weltlichen Vor-theil mit der Dame seiner eigennützigen Wahl. Mrs.Beaufort war eine Frau, die mit zwei Worten beschriebenist. Sie war durch und durch gewöhnlich und alltäglichweder schlimm noch gut, weder gescheit noch einfältig. Siewar, was man guterzogen nennt, das heißt langweilig,schweigsam, vollkommen gut gekleidet und ungeschmackt.Von ihren zwei Kindern war Arthur beinahe der aus-schließliche Liebling, zumal seit er der Erbe eines so glän-zenden Vermögens geworden. Denn sie war so sehr dasblind geleitete Geschöpf der Welt, daß selbst ihre Zärt-lichkeit kalt oder warm war in dem Verhältniß, als dieWelt darauf schien. Ohne ihren Mann eigentlich zu lieben,hatte sie ihn doch gernsie paßten zu einander; undtrotz aller Versuchungen, welche sie in jüngern Jahrenumringt hatten, (denn sie hatte für eine Schönheit ge-golten und hatte, wie weltliche Leute müssen, in Kreisengelebt, wo Beispiele von straflos ausgehender Galanteriezahlreich und ansteckend waren,) war ihr Wandel dochimmer streng sittlich gewesen. Sie hatte wenig oder keinGefühl für Unglück, mit dem sie nie in Berührung ge-kommen war; für Unglück solcher Art, das sie in ihrerNähe gesehen, wie die Bedrängniß jüngerer Söhne, oderVerirrungen sashionabler Frauen, oder das Fehlschlageneinesgerechten Ehrgeizes," hatte sie mehr Mitgefühl, alsman hätte erwarten können; und sie berührte dergleichenmit all dem Takt gebildeter Menschenliebe und weiblicherNachsicht. So war sie, obgleich im Punkt des moralischen