Druckschrift 
2 (1840)
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

ihr weg und den Vater ansah, wie wenn er von diesemAufschluß begehrte. Volkman begegnete seinem Blickemit einem festem aber kummervollen AuSschauen.

„Was ist vorgcfallen?" fragte der Engländer; „Ihrscheint betrübt zu seyn — Ihr begrüßt mich nicht nach ge-wohnter Weise."

„Ich war bei den Sternen," versetzte der Phantast.

„So scheint Ihr in kläglicher Gesellschaft gewesenzu seyn," sagte der Engländer, „denn Ihr scyd nichts we-niger als fröhlich."

„Scherze nicht, Freund," cntgegnetc ihm Volkman;„ich bin bekümmert, daß ich Dich verlieren soll. Ich ge-wahre, wie Du bald eine Reise, nnd zwar unter keinerangenehmen Veranlassung, antrcten wirst."

„Wirklich?" antwortete der Engländer. „Da mögteich doch bitten, zweifeln zu dürfen. Ihr wißt besser alsirgend Einer, wie oft durch eine» Jrrthum in angestellterBerechnung, durch Hastigkeit oder durch Versehen astrolo-gische Weissagungen sich als falsch ergeben,nnd zur Stundesehe ich so wenig Veranlassung zu meiner Abreise von hier,daß ich irdische Wahrscheinlichkeit der himmlischen vor-ziehe."

„Meine Berechnungen sind richtig, und der Himmelschrieb sie mir in den klarsten Zeichen nieder," sagte derStcrnenseher.,, Du stehst tm Begriffe, Rom zu verlassen."

„Weshalb?"

Der Astrolog stockte; der Jüngling drang ln ihn.

„Der Herr des vierten Hauses," sagte Volkman zu-